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Jubiläumsveranstaltung mit Reden von Angela Merkel und Guido Knopp

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Jubiläum. Am 23. Mai 1917 hat sich der SoVD als Kriegsopferverband gegründet. Genau 100 Jahre später hat in Berlin ein Festakt mit Reden von Bundeskanzlerin Dr.  Angela Merkel und dem Historiker Prof. Dr. Guido Knopp stattgefunden.

Bundeskanzlerin Merkel hat den SoVD als „kompetenten Mitstreiter“ in der Politik gewürdigt. Der Verband lebe soziale Verantwortung und zeichne sich durch unermüdliches Engagement für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit aus, unterstrich die Kanzlerin beim Festakt zum 100-jährigen SoVD-Bestehen. Den Versehrten zu helfen, „allen Schwierigkeiten zum Trotz ein Leben in Würde führen zu können“, sei sowohl ein zutiefst menschliches Anliegen als auch Inspiration zur Verbandsgründung gewesen. Das betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Rede.

SoVD-Präsident Adolf Bauer bedankte sich dafür, das Jubiläum mit der Bundeskanzlerin begehen zu können. „Wir wissen, dass Politik nicht immer frei von Zwängen agieren kann. Mitunter erscheinen die Forderungen der Sozialverbände parteipolitisch schwer durchsetzbar und finanziell herausfordernd. Der SoVD möchte aber nicht nur Probleme benennen, sondern auch konkrete Lösungen anbieten. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass alle Menschen in unserem Land gleiche Chancen auf ein erfülltes Leben in sozialer Sicherheit haben“, sagte Bauer.

„Ihr Verband hat nicht nur die deutsche Sozialgesetzgebung maßgeblich beeinflusst. Er stand in den 100 Jahren seiner Existenz immer, wirklich immer, auf der guten, der lichten Seite unserer Geschichte. Dafür und für vieles andere darf man ihm und darf man Ihnen allen herzlich gratulieren“, sagte Knopp in seinem Vortrag.

Die historischen Erfahrungen seit 1917 – zwei Weltkriege, Unterdrückung und die NS-Diktatur – haben gezeigt, dass soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Frieden einander bedingen. Daher setzt sich der Sozialverband SoVD seit 100 Jahren erfolgreich zugunsten sozial Benachteiligter für diese Werte ein.

Politisch vertritt der SoVD die Interessen der gesetzlich Rentenversicherten, der gesetzlich Krankenversicherten sowie der pflegebedürftigen und der behinderten Menschen.

Der SoVD unterhält in den Landesverbänden ein flächendeckendes Netz von Sozialberatungszentren und -büros sowie von Kreisgeschäftsstellen, die die Beratung der anspruchsberechtigten Mitglieder in allen sozialrechtlichen Angelegenheiten und die Vertretung vor den Sozialgerichten durchführen. Die Bundesrechtsabteilung nimmt die Interessen der Mitglieder vor dem Bundessozialgericht wahr.

Über seine Ursprünge, seine Rolle im Wandel der Zeit und seine heutigen Aufgaben wird der SoVD in den kommenden Monaten mit Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Aktionen informieren. Die Webseite sovd.de/100 informiert rund um das Jubiläum.
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Die Zukunft der Rente und die Gefahr der Altersarmut sind Kernthemen der Bundestagswahl 2017. Deshalb informiert der SoVD im Rahmen seiner bundesweiten Kampagne „Lieber NICHT arm dran“ und schlägt konkrete Lösungen vor. Auch in Hamburg diskutierte der SoVD mit seinen Gästen. In der Hansestadt ist das Thema besonders brisant. SoVD TV war dabei.
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Altersarmut beleuchten und bekämpfen.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar - außer bei alten Menschen“, stellt Raúl Krauthausen fest. Der Aktivist (Sozialhelden) und Moderator (Krauthausen - face to face) setzte sich mit dem Thema „Altersarmut“ intensiv auseinander. Zusammen mit dem SoVD besuchte er Betroffene und Noch-nicht-Betroffene und fragte nach.

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Zu der von der Deutschen Rentenversicherung für das Jahr 2017 bezifferten möglichen Rentenerhöhung um bis zu 2 Prozent erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer:

Der SoVD begrüßt die angekündigte Erhöhung der Rentenwerte – wenn diese auch weitaus geringer steigen als 2016. Es ist nur gerecht, wenn die Rentnerinnen und Rentner zu spüren bekommen, dass es der Rentenversicherung gut geht. Erst wenn die sogenannten Kürzungsfaktoren ihre anpassungsschädliche Wirkung nicht mehr entfalten können, werden Rentnerinnen und Rentner jedoch vollends an der positiven Lohnentwicklung teilhaben können. Aufgrund der guten Kassenlage könnten insbesondere die Abschläge auf die Erwerbsminderungsrenten abgeschafft werden. Denn damit werden Menschen doppelt „gestraft“, die nicht mehr am Erwerbsleben teilnehmen können, obwohl sie gerne arbeiten möchten. Es ist höchste Zeit, diese Ungerechtigkeit aufzuheben.
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Rund 2,5 Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig. Tritt ein Pflegefall plötzlich und unerwartet ein, sind viele Betroffene und Angehörige überfordert. Insbesondere die Einteilung in eine Pflegestufe entscheidet dann über den Umfang künftiger Unterstützung. Um von der Pflegekasse die Hilfe zu bekommen, die einem zusteht, ist es nötig, bereits im Vorfeld genau Buch zu führen. Hierfür lässt sich mit einem Pflegetagebuch der Bedarf dokumentieren. Dabei hilft der überarbeitete SoVD-Ratgeber Pflegetagebuch leicht gemacht – und bietet Hintergrundinformation zur Antragstellung, zu den möglichen Leistungen und zu den Leistungshöhen.



Hier als PDF-Download erhältlich, unser Service-Ratgeber zum Pflegetagebuch. Das Heft gibt Ihnen kurze und verständliche Antworten auf Ihre Fragen rund ums Pflegetagebuch – mit Informationen zum Leistungsantrag, zum Begutachtungsprozess und zu den Pflegestufen. Anschließend können Sie direkt mit der Erfassung beginnen.
Zum PDF-Ratgeber-Download
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Zur Bundesratsberatung des Entschließungsantrages zum Behindertengleichstellungsgesetz erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer:
„Das Behindertengleichstellungsgesetz hat dringenden Nachbesserungsbedarf. Das haben die Bundesratsberatungen heute deutlich gezeigt. Insbesondere die Anbieter von Gütern und Dienstleistungen müssen stärker zur Barrierefreiheit verpflichtet werden. Dann können Barrieren fallen, die den Alltag behinderter Menschen bisher erschweren. Und das kann den Betroffenen bereits den Arztbesuch erleichtern. Es ist gut, dass in den Bundesländern hier die Erkenntnis gewachsen ist. Jetzt ist der Bundestag aufgerufen, beim Gesetz nachzubessern“.
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Präsident Adolf Bauer: „Gesetz lässt die Lebenswirklichkeit behinderter Menschen außer Acht“
„Bisher geht der Gesetzentwurf am Lebensalltag behinderter Menschen vorbei. Denn er klammert die privaten Anbieter von Gütern und Dienstleistungen aus. Bleibt es dabei, bestehen maßgebliche Barrieren fort. Zum Beispiel beim Arztbesuch, beim Sport oder an der Kinokasse.“ Das erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer anlässlich der heutigen Kabinettsberatung über das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG). Das Gesetz soll eine Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen beseitigen sowie gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gewährleisten.
Der Verbandspräsident unterstreicht die Notwendigkeit, insbesondere die Privatwirtschaft angemessen auf Barrierefreiheit einzuschwören. „Bislang bleibt der Gesetzentwurf an dieser Stelle völlig unzureichend. Deshalb kommt es im weiteren Gesetzgebungsverfahren darauf an, nachzubessern“, sagt Adolf Bauer.
In einer ausführlichen Stellungnahme konkretisiert der Sozialverband SoVD seine Kritik und spricht von Versäumnissen, die positive Ansätze überlagern. Aus Sicht des Verbandes werden in dem Gesetz zum Beispiel seelisch und psychisch beeinträchtigte Menschen ausgeklammert. Zudem bemängelt der SoVD das Fehlen einer Bezugnahme auf die UN-Behindertenrechtskonvention. Das geplante Gesetz gilt als ein zentrales Vorhaben zur Umsetzung der Konvention, die 2009 von Deutschland anerkannt wurde.
Stellungnahme:
https://sovd.de/fileadmin//downloads/sozpol-dok/pdf/2015-12-01_SoVD_Stellungnahme_BGG.pdf
Video: Wie barrierefrei ist unsere Umwelt?
http://www.sovd-tv.de/2013/01/21/wie-barrierefrei-ist-unsere-umwelt/
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SoVD fordert: Versicherte nicht länger einseitig belasten!
Präsident Adolf Bauer: „Arbeitgeber in die Pflicht nehmen“

steigende Kosten belasten Arbeitnehmer„Der Gesetzgeber muss endlich intervenieren, um notfalls den Anstieg von Zusatzbeiträgen für die Versicherten zu begrenzen. Denn die Schmerz-grenze ist jetzt erreicht. Zudem ist es erforderlich, die steigenden Kosten durch eine Anhebung des Beitragssatzes auf der Arbeitgeberseite einzu-fangen“, erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer zur aktuellen Prognose über steigende Krankenkassenbeiträge. Das Bundesversicherungsamt schätzt einen Anstieg von durchschnittlich 0,3 Prozentpunkten. Damit würde der Beitragssatz auf 15,8 Prozent anwachsen.

„Die Arbeitgeber müssen in die Pflicht genommen werden. Dies ist die Voraussetzung für eine gerechte und solidarische Finanzierung der Gesundheitskosten“, sagt Adolf Bauer.

Der SoVD fordert eine paritätische Finanzierung der Beitragssätze. Damit geht der Grundsatz einher, dass die Versicherten entsprechend ihrer wirt-schaftlichen Leistungsfähigkeit Beiträge zahlen. Zum 1. Januar 2015 wur-de der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung auf 14,6 Pro-zent festgesetzt. Während die Arbeitgeber vor den steigenden Kosten geschützt sind, müssen die Beschäftigten sowie die Rentnerinnen und Rent-ner sämtliche Kostensteigerungen über Zusatzbeiträge alleine tragen.
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Das Format "jung und naiv" führte ein Interview unter dem Motto "Was geht mich denn Inklusion an?" mit dem Bundesvorsitzenden Herrn Bauer in Berlin.
Viele Themen unserer Zeit werden beleuchtet und Herr Bauer findet eine einfache Sprache um komplizierte Verhältnisse bildlich und interessant zu erklären. Absolut sehenswert!
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Präsident Adolf Bauer: „Es war richtig, den politischen Druck zu erhöhen und unsere Mitglieder zu mobilisieren“
Der Sozialverband SoVD bewertet das neue Pflegegesetz positiv. Heute wird der Gesetzentwurf im Deutschen Bundestag beraten.

„Das Gesetz verbessert die Situation der von Pflege betroffenen Menschen. Insbesondere mit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs findet ein Paradigmenwechsel statt. So wird der Zugang zu den Leistungen gerechter. Denn künftig gilt gleiches Recht für alle. Unabhängig von der Frage, ob es sich um körperliche oder psychische Einschränkungen handelt“, erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer. Damit werde eine Gerechtigkeitslücke geschlossen, die seit der Einführung der Pflegeversicherung bestehe.

Mit der Initiative „Meine Pflege“ hatte der SoVD vor einem Jahr Pflegebedürftige und deren Angehörige sowie professionelle Pflegekräfte zum Protest gegen den drohenden Pflegenotstand in Deutschland aufgerufen. Die Aktion richtete sich an die Bundesregierung und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Im Zentrum stand die Forderung nach der Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes.

Kritik übt der Sozialverband an der Finanzierung der Pflegekosten. „Der Gesetzentwurf sieht keine Stärkung der solidarischen Umlagefinanzierung vor. Das ist der Malus“, warnt Bauer. Zudem fehle eine spürbare Entlastung bei den Investitionskosten.

Aus Sicht des SoVD ist zudem ein Stopp des Kaufkraftverlustes der Pflegeversicherungsleistungen erforderlich. Der Verband schlägt hierfür jährliche Leistungsdynamisierungen vor.

Der SoVD gehört zu den sechs vom Bundesgesundheitsministerium anerkannten „maßgeblichen Organisationen“, welche die Interessen pflegebedürftiger und behinderter Menschen vertreten.

SoVD-Position: Stellungnahme zum PSG II http://sovd.de/2522.0.html
Film: Pflege-Bürgerversicherung ansehen
Heft (PDF) Gute Pflege braucht starke Kräfte www.sovd.de/pflegekraefte
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